Donnerstag, 27. Juni 2013

Tokio Teil 2: Shinjuku

Weiter geht's mit dem zweiten Teil meines Tokio-Berichts, viel Spaß!



Dieser Stadtteil ist für Touristen das perfekte Ausgangsziel, da von der Shinjuku Station jede Richtung und Linie in kürzester Zeit erreicht werden kann. Hier gibt es den Skyscraper District mit dem Rathaus plus Aussichtsplattform, das berüchtigte Rotlichtviertel Kabukicho, aber auch einfach nur das bunte Treiben in den Shopping Straßen. Selbstverständlich hat Shinjuku noch weitere Facetten, leider hatte der Park beispielsweise geschlossen als wir ihn besichtigen wollten. Hier ist es so gut wie immer voller Menschen. Egal ob früh morgens oder abends um 23 Uhr - die Straßen sind voller Leben. Die Dichte an Geschäften, Hotels und Restaurants ist unbeschreiblich hoch. Auch die berühmte Golden Gai, die Izakaya-Straße befindet sich dort.



Hotel Sunroute Plaza


Außenfassade des Hotels

Wir entschieden uns für das Sunroute Plaza Hotel im Stadtteil Shinjuku. Da das Hotel bei Tripadvisor mittlerweile über 1800 positive Bewertungen hat und der Preis mit 525 € für sechs Nächte ohne Frühstück (sollte 10 € pro Nacht und Person kosten) in einem Standard-Doppelzimmer für ein 3,5 Sterne Hotel in Tokio sehr günstig ist, entschieden wir uns für dieses. Ich kann euch sagen, dass es wirklich sehr sauber ist, aber da man in Japan ist, muss auf viel Platz bei dem Preis natürlich verzichtet werden ;) Aber wer hält sich außer zum schlafen schon lange im Zimmer auf, nicht wahr? Ein französisches Doppelbett, Wasserkocher, Fernseher, Schreibtisch und Mini-Kühlschrank waren gehörten neben dem winzigen Bad mit Duschwanne, Washlet, tollen gratis Toilettenartikeln und natürlich einem Waschbecken zur Zimmerausstattung. Die Lage des Hotels ist wirklich unschlagbar. Direkt nebenan befindet sich eine Metrostation, die jedoch nur zwei Linien bedient. Innerhalb von fünf Minuten Fußweg ist die riesige Shinjuku Station zu erreichen. Auf dem Weg dorthin befinden sich auch zahlreiche Department Stores, aber dazu später mehr.

Wir hatten ein Zimmer im Dachgeschoss, sprich 14. Stock, doch leider hatten wir in der Reservierung vergessen zu erwähnen, dass wir uns einen Stadtblick wünschen. So schauten wir leider beim Blick aus dem Fenster auf ein gegenüberliegendes Bürogebäude :'D Hier ein Bild unseres Chaos-Zimmers beim Tag der Abreise


Wir könnes es jedem Touristen wärmstens empfehlen, sich für dieses Hotel zu entscheiden, da auch das Personal an der Rezeption Englisch spricht und das ist in Japan bisweilen selbst in Hotels eine Seltenheit.  

Kaufhäuser


Shinjuku besitzt eine große Auswahl von Kaufhäusern, welche sich alle in der Nähe des Bahnhofs befinden und so ziemlich alles bieten, was das Herz begehrt. Im folgenden möchte ich euch meine Favoriten vorstellen ^___^ Die Reihenfolge ist hierbei zufällig.


Takashimaya Times Square


Von außen wirkt es aufgrund seiner Größe sehr einschüchternd. Das liegt daran, dass sich eine große Filiale des allseits beliebten Tokyu Hands dort befindet. Es war das erste Geschäft, das wir besuchten, da es hier alles mögliche auf acht Etagen zu kaufen gibt. Von Haushaltsartikeln (schöne Bentos und Accessoires!), DIY, Schreibwaren, Kosmetik, Spielzeug und Gimmicks (wie Handyzubehör) etc.

sieht echt lecker aus :D

Im Takashimaya Times Square gibt ansonsten Kleidung (exklusiv und teuer) sowie Spielzeug <3 Das hat mein inneres Kind natürlich sehr gefreut, weshalb gleich der Disney Store besucht wurde! Gekauft wurde der etwas trottelig ausschauende, aber zuckersüße Eeyore:


Zudem gibt es eine wunderbare Spezialitätenabteilung in der viele kleine und große Stände ihre Produkte kunstvoll und sehr appetitlich anbieten. Dort wurde auch der ein oder andere Pudding gekauft :) Außerdem gibt es dort viele traditionelle Restaurants.


Lumine 1 & 2
einer der zahlreichen kleinen Geschäfte im Lumine 2 mit wunderschönen Kleidungsstücken

Direkt am Hauptbahnhof von Shinjuku gelegen ist dieses Kaufhaus etwa mehr "trendy", was auch am deutlich jüngeren Publikum erkennbar ist. Unser Favorit war definitiv die Filiale von Ladureé, in der auch Glace, also Softeis verkauft wird. Es war ein Fest für die Augen der Mitarbeiterin am Counter bei der sorgfältigen Zusammenstellung zuzuschauen und steigerte natürlich die Vorfreude. Es hat himmlisch geschmeckt, aber war mit ca. 7 € pro Eis wirklich ein teures Vergnügen.

Links Paeva (Veilchen Geschmack) und rechts Ispahan (Rose und Himbeer)

Außerdem befindet sich im Lumine 2 ein Ableger des amerikanischen Gourmetmarktes Dean and Deluca mit allerlei frischen Scones, Muffins und Marmeladen. Leider habe ich hiervon kein Fotos gemacht und haben uns auch nicht die Zeit genommen, jedes Stockwerk zu erkunden, da die Zeit zu kostbar war.


Isetan




Hier gibt es eine riesige Beauty/Kosmetik-Abteilung, mit einerseits bekannten Marken, aber auch Japan-internen wie beispielsweise Ladureé-Beauté. Eine sehr liebe Verkäuferin am Counter kam gleich auf mich zu und hielt mir nacheinander die verschiedenen nach Blüten duftenden Seifen unter die Nase und erklärte mit in gebrochenem Englisch um welche Blume es sich nun handelt. Die Produkte sind allesamt wunderschön verpackt, aber leider auch sehr teuer :( An jedem Counter versuchen die jungen Verkäuferinnen Kunden mit hohen, lauten Stimmen anzulocken. Da kann es einem als Kunde schnell auf die Nerven gehen hehe ^^"

Restaurants


Patrick und ich sind richtige Foodies, wir lieben es zu essen und neue Restaurants auszuprobieren. Im Vorhinein suchte ich nach guten Lokalitäten, die ich wie bei Blue's Clues in mein kleines Notizbuch schrieb. Da das Adressensystem als Tourist so gut wie nicht zu verstehen ist und es auf Grund mangelnder Sprachkenntnisse schwer ist bestimmte Ziele zu finden, haben wir eines unserer Must-Dos zufällig gefunden. 

Takano Fruit Parlor

An der Shinjuku Station nahmen wir mal wieder einen falschen Ausgang und landeten direkt vor dem Takano Fruit Parlor. Es handelt sich um ein mehrstöckiges Gebäude in dem in Basement kunstvoll verpacktes und perfekt aussehendes Obst verkauft wird. In der letzten Etage befindet sich das Café, welches sehr beliebt bei den Japanerinnen ist. Männer dürfen das Café nur in Begleitung einer Frau betreten. Wie populär der Laden ist, bemerkten wie prompt an der langen Schlange an deren Spitze eine Kellnerin den Namen der Person notiert, damit sie später aufgerufen werden können. Wie beim Arzt setzt sich der Gast auf eine Wartebank. Ging relativ flott und plötzlich ertönten die Worte "Karishma-sama" - jeder Anime und Manga Fan kann bestimmt verstehen, dass mein Herz in diesem Moment einen kleinen Hüpfer gemacht hat hihi <3
Im Fruit Parlor werden leckere Eisbecher, Obstdesserts und unter anderem auch Sandwiches serviert. Die Obstschnitten kann ich euch wärmstens empfehlen. Feines Weißbrot mit einer sahnigen Creme in der sich saftige Obststücke tummeln. Für 8 € nicht günstig, jedoch ist die Portion riesig und sättigt für einige Stunden (bei "Normal-Essern vielleicht auch länger, mein Magen ist als Schwarzes Loch bekannt :D) Patrick entschied sich für die herzhafte Variante mit Schinken, Tomate, Salat und Sandwichsauce. Dazu bestellten wir beide einen Ananas-Banane-Orangen-Grapefruit Saft. 





Sakea Sushi
Unser liebstes Restaurant fanden wir zufällig beim Spazieren durch die Shoppingstraßen Shinjukus gleich am ersten Abend. Mitten in einem Neonmeer befindet sich diese schnuckelige Holzrestaurant mit Schiebetüren und schwarzen Schriftzeichen auf einer weißen Tafel. Neugierig schauten wir ins Schaufenster und entdecken Plastiksushi in der Auslage. Nichts wie rein! Jeder Gast wird mit einem gerufenen "Willkommen" von allen Sushimeistern am Tresen begrüßt. Glücklicherweise war dort auch noch Platz für uns. Auf einer bebilderten Karte und glücklicherweise auf Englisch wurden die verschiedenen Nigiris gezeigt. Wir bestellten unter anderem Thunfisch, semifetten Thunfisch und fetten Thunfisch - es.war.himmlisch. <3 Normalerweise mochte ich den rohen Thunfisch in Deutschland nie, aber in Japan ist er einfach köstlich. Ja er ist vom aussterben bedroht und mit unserem Verzehr haben wir dazu beigetragen, aber wer frei ist von Sünde, der werfe den ersten Stein :D


Im Laufe der kurzen Reise besuchten wir das Lokal noch zwei weitere Male. Wir hatten das unglaubliche Glück einen sehr lieben Sushimeister zu haben, der uns auf unseren Wunsch hin verschiedene Spezialitäten zauberte wie Red Snapper mit Zitrone und Salz, Sepia (schmeckt in D-Land nur nach Gummi), Anago etc. Er nahm sich ca. zwei Stunden Zeit für uns in denen wir über Japan und Deutschland plauderten. Auch am letzten Tag aßen wir hier zu Abend, da wir uns dort immer wie zu Hause gefühlt haben. Der Sushimeister überreichte uns seine Visitenkarte, was wir als hohe Ehre empfanden :) Jeder, der vor hat nach Japan zu reisen, sollte dieses Restaurant besuchen. Hohe Qualität zu fairen Preisen - ein 500 ml Sapporo Bier und diversen Nigiribestellungen für etwa 30 € insgesamt (2 Personen). Es befindet sich in der Seitenstraße neben dem riesiegen H&M in Shinjuku, die genaue Adresse werde ich in Kürze posten.



Imahan im Takashimaya Times Square
Bereits in Bremen probierten wir Shabu-shabu, ein japanisches Fonduegericht mit Gemüse und hauchdünnem Fleisch, aus. In der Endetage des exklusives Kaufhauses befinden sich mehrere traditionelle Lokalitäten mit moderaten bis hohen Preisen. Wir entschieden uns High-Quality Shabu-shabu zu bestellen und wurden nicht enttäuscht. Zunächst fliegt einem beim Betreten durch die Stofftür ein herrlicher Duft von deftigem Essen zu. Von Kellnerinnen, welche Kimonos tragen und geübt alles für das Menü am Tisch zubereiten, wird man zu seinem Induktionstisch geführt. Sehr achtsam fand ich es, dass sie unsere Taschen mit Tüchern abdeckten, damit diese keine Flecken von der Brühe bekommen. Es handelte sich beim Fleisch um Ohmi-Wagyu, ein sehr hochwertiges hauchdünn geschnittenes marmoriertes Rindfleisch, welches nur für wenige Sekunden in der Dashibrühe geschwenkt werden muss, um es anschließend in eine Sesamsoße zu tunken und sich schließlich schmecken zu lassen :) Es zerging förmlich auf der Zunge. Zusätzlich gab es Klebreis, Gemüse und Tofu.


Aufgrund der sehr intimen, ruhigen Atmosphäre des Restaurants machte ich lieber keine weiteren Fotos der Räumlichkeiten oder Kellner. Nachdem das Fondue beendet wurde, erhält man noch Udon Nudeln, welche mit der Fonduebrühe als Nudelsuppe serviert werden. Wirklich eine nette Idee. Als Gast kann man sich hier wirklich zurücklehnen und die japanische Gastfreundschaft genießen. Leider hat das ganze auch seinen stolzen Preis (etwa 80 € p.P.), doch wie oft ist man in Japan? Es war wirklich das teuerste Menü, das wir in Japan gegessen haben. Ob es sich lohnt muss jeder für sich entscheiden. Wenn ich mich noch mal entscheiden müsste, würde ich wohl lieber wieder zu Sakea Sushi gehen, da mir der Geschmack von Shabu-shabu nicht so sehr zusagt wie ich es mir erhofft hatte.


Im nächsten Teil erfahrt ihr über unseren Ausflug zum Sensoji Shrine in Asakusa! Stay tuned :) 

Laura und ich werden ab Mitte nächster Woche weiterschneiden, wir halten euch auf dem Laufenden! Danke, dass ihr weiter fleissig reinschaut <3


Mittwoch, 19. Juni 2013

Tokio Teil 1

So endlich geht es los mit meinem ersten Teil des Tokio Berichts. Leider habe ich sehr ausführlich geschrieben, des einen Freud ist des anderen Leid, also habe ich Überschriften für die jeweiligen Themenabschnitte erstellt. Somit könnt ihr alles, was euch nicht interessiert einfach überspringen und hoffentlich nützliche Tipps für eure zukünftigen Tokio-Reisen finden! Viel Spaß :)

Einleitung
Bereits als kleines Mädchen von elf Jahren träumte ich davon eines Tages nach Japan zu reisen, um das Ursprungsland meiner Kindheitsidole Sailor Moon und Kamikaze Kaito Jeanne kennen zu lernen.
Elf Jahre und etwa 300 Manga später sollte sich mein Traum dann endlich erfüllen - mehr oder weniger spontan. Während einer Flugpreisrecherche aus reiner Gewohnheit fanden mein Freund Patrick und ich ein gutes Angebot mit Emirates, welches nach kurzer Überlegung gebucht wurde - ich bin danach durchs Haus gehibbelt :D

Emirates
Los ging es am 29. Mai am Flughafen in Hamburg! Als ich die die Stewardessen in ihren hübschen Schleiern entdeckte, freute ich mich umso mehr auf Emirates, denn Tokio war ja schließlich noch in weiter Ferne. Also gaben wir unser Gepäck auf (Emirates ist in der Economy sehr großzügig und erlaubt 30 kg + 7 kg Handgepäck + Handtasche bzw. Rucksack oder Laptoptasche) und gingen unserem Flughafen-Ritual nach: eine Bento Box bei Sashimi Sushi essen. Überrascht waren wir, dass vor dem Abflug noch heiße Tücher gereicht wurden, wirklich sehr angenehm. Das Inflight-Entertainment ist wirklich wunderbar, eine große Auswahl an aktuellen und klassischen Filmen (natürlich auch arabische, japanische, indische, nigerianische etc.), Serien, Musik ohne Ende und die schönste Spielerei = die Flugzeugkameras. Diese waren an Vorder-, Unter- und Rückseite des Flugzeugen angebracht, sodass jederzeit zwischen den Ansichten gewechselt werden konnte. Vor allem während des Starts und der Landung war diese Möglichkeit interessant und im Hintergrund noch gute Musik von Aerosmith - los geht's nach Dubai!

Wunderschöne Handyfotos, sorry :D

Individuell wurden die Speisekarten verteilt, wobei jeder Gast die Wahl zwischen zwei Menüs hatte - mediterranes Lamm oder Chicken Tikka Masala <3. Selbstverständlich entschied ich mich als Halbinderin für das Curry. Zu essen gibt es wirklich reichlich und  es schmeckte richtig gut.

Curry mit gerösteter Paprika und Spinat, köstlichem Schinken mit Salat und Banane Karamell Dessert

Alle halbe Stunde verteilte das Boardpersonal Getränke, damit jeder bei einem Flug von sechs Stunden auch immer mit ausreichend Flüssigkeit versorgt war. Andere Airlines, vor allem die europäischen wie British Airways, Air France und auch die Lufthansa, können sich davon eine große Scheibe abschneiden und die Relevanz von Service als Auswahlkriterium einer Fluggesellschaft endlich ernst nehmen. In Dubai hatten wir einen Aufenthalt von drei Stunden, in denen wir bei Shake Shack, einer beliebten Frischburger-Kette aus den USA, essen gingen und uns natürlich am Emirates Terminal 3 durch die Duty Free stöberten. 

Fettig, aber lecker 

Um 24 Uhr begann das Boarding für unseren Flug mit dem A380 Richtung Tokio Narita. Ich vesuchte so gut es ging einfach nur zu Schlafen und nach weiteren zehn mehr oder minder angenehmen Stunden im Flugzeug erreichten wir unser Ziel!

Ankommen in Tokio Narita
Vollkommen übermüdet führte uns der Weg zu den Badezimmern des Flughafens, um sich frisch zu machen. Selbstverständlich gab es dort Washlet-Toiletten, dort bemerkte ich dann, dass wir tatsächlich in Japan waren. Bei der Einreise gab es zu Patricks Enttäuschung leider keinen Stempel in den Pass, sondern lediglich einen Zettel, der festgetackert wird. Die Gepäckausgabe ist im angeblichen High-Tec Land Japan recht unmodern, da hier Flughafenmitarbeiterinnen mit Schildern der jeweiligen Fluggesellschaft neben dem Gepäckband stehen und Dubai rufen. Jeder von euch, der schon mal geflogen ist, kennt wohl dieses Bangen am Gepäckband, ob der Koffer auch wirklich mitgekommen ist. Glücklicherweise waren unsere Koffer mit uns in Tokio angekommen, sodass wir uns auf die Suche nach einem Bahnschalter machten.

Öffentlicher Nahverkehr
Wir holten uns nach einiger Sucherei und Planlosigkeit am Flughafen endlich das Suica + Nex Paket für 3500 Yen (28 Euro).
So sieht der Narita Express von innen aus :D

Dieses beinhaltet eine Hinfahrt nach Tokio (Shibuya, Shinjuku oder Tokio-Station) mit dem Narita Express sowie die Suica Karte, welche individuell aufladbar ist und bereits ein Guthaben von 2000 Yen hat. Es gibt etwa sechs verschiedene Transportfirmen, sodass man als Fahrgast theoretisch mit jeder individuell gekauften Karte aufpassen müsste in welchem Zug man nun sitzt. Die Suica Karte erlaubt es, jede Linie aller Betreiber zu nutzen und es ist wirklich einfach. Die Karte legt man einfach auf das Lesegerät der Bahnhofsschranke und sie öffnet sich. Am Zielbahnhof legt man sie wieder auf und ein entsprechender Wert wird abgezogen. Wir waren jedoch immer wieder verwundert, dass uns ab und zu für nur eine Station mehr Geld abgezogen wurde als für beispielsweise drei. Das liegt an den jeweiligen Bahnhöfen, welche ihre Preise selbst festlegen. Eine Fahrt kostet meist etwa 90 Yen (etwa 0,70 €) bis 240 Yen (etwa 1,80 €).
Angenehm überrascht waren wir vom Narita Express, da die Abstände der Sitzreihen wirklich groß waren (so konnte Patrick seine Beine endlich richtig ausstrecken ^^), die Sitze sind verstellbar und das allerwichtigste = es gibt extra viel Ablageflächen für Koffer. Damit meine ich jetzt nicht diese pieseligen Gepäckschienen oberhalb der Sitze wie wir es von der DB kennen, sondern richtige Regale in die man seinen Koffer stellt, einen Zahlencode festlegt und das Telefonschnur-Schloss an seinem Koffer befestigt. So kann niemand mit deinem Koffer spazieren gehen und man kann sich entspannt zurück lehnen. Schön ist auch, dass es an jedem Bahnsteig Schranken vor den Zügen gibt, damit niemand auf die Gleise fallen kann.

So sieht eine typische Station aus


Zugetikette und Sauberkeit
Spricht man in Deutschland mit Touristen wird vor allem die Sauberkeit der Städte gelobt, wer kennt jedoch nicht die beschmierten, stinkenden und dreckigen S- und U-Bahnen in Deutschland? Erstaunt stellten wir fest wie unglaublich sauber die Züge allesamt sind. Nirgendwo ist etwas ins Glas eingekratzt, es liegt kein Müll auf dem Boden (obwohl es keine Mülleimer gibt) und es herrscht eine angenehm ruhige Atmosphäre. Niemand brüllt laut "Hallo? Hörst du mich noch?" ins Handy (telefonieren ist per Schild verboten, um andere nicht zu belästigen), keiner hört asozial laut Musik mit seinem Handy, sondern unterhält sich leise mit seinem Sitznachbarn, liest, beschäftigt sich eben anderweitig mit seinem Handy/Tablet/E-Reader oder schläft :D Wir haben täglich viele schlafende Personen in der Bahn entdeckt, es scheint ein bewusstes Powernapping zu sein.
Doch auch außerhalb der Bahnhöfe ist es überall sehr sauber, was im Anbetracht der Tatsache, dass Mülleimer Mangelware sind wirklich lobenswert ist. Diese sind meistens neben den zahlreichen Getränkeautomaten zu finden, ansonsten nimmt man sich einfach eine kleine Plastiktüte für Abfall mit. Respekt gegenüber seinen Mitmenschen und der Umwelt hat in Japan einen anderen Stellenwert als bei uns, davon wir können wir noch vieles lernen in Deutschland ^^


Im nächsten Teil geht es dann richtig los! Ich berichte über unser Hotel in Shinjuku, den Stadtteil und unseren Besuch in Asakusa :)

Freitag, 14. Juni 2013

Kurzes Update

Hallo ihr Lieben!
Wir haben bereits mit dem Schnitt begonnen: sowohl für Berlin als auch für Bremen haben wir den Rohschnitt fertig. Ab Ende Juni wird dann richtig rangeklotzt :)

In der Zwischenzeit werde ich auf dem Blog die Erfahrungen und Eindrücke meiner Reise nach Tokio mit euch teilen. Also, bleibt gespannt! ^____^


Freitag, 7. Juni 2013

Nr 03 Kanue

!!!Unsere liebe Kanue hat heute Geburtstag! Alles Liebe für Dich! 
Hier ist Dein Steckbrief!!! <3

 



S t e c k b r i e f

Kanue 

Name:                                               Kanue
Alter:                                                 20 Jahre
Wohnort:                                           Deggendorf

Haarfarbe:                                        Schwarz
Augenfarbe:                                     Grün-Braun
Ziviler Kleidungsstil:                         Immer schwarz; Mischung aus Gothic, Metal und Lolita

Cosplayerin seit:                              Juli 2008, im Alter von 15 Jahren
Erstes Cosplay:                               Saya Otonashi | Blood+
Erste Convention:                            AnimagiC

Motto:                                               

“Wer Cosplayer ist, muss leiden. Wer nicht leidet, ist kein Cosplayer.“
           
Like me © Facebook                       https://www.facebook.com/KanueCosplay
Watch me © DeviantArt                  http://kanue.deviantart.com/
Follow me © World Cosplay           http://worldcosplay.net/member/90176/
Follow me © Tumblr                        http://kanue-cosplay.tumblr.com/
Visit me © Animexx                         http://Kanue.animexx.jp/


Falls jemand noch Fragen zu einem Kostüm, Make-Up, Conventions ect. hat, seid nicht schüchtern und schreibt mir einfach oder sprecht mich direkt auf der Con an. Ich gebe gerne Ratschläge und versuche so gut wie möglich zu helfen. Auch Cosplay-Anfänger nehme ich gerne an die Hand und gebe meine kleinen Tipps & Tricks gerne an den Nachwuchs weiter. Keine Angst, ich beiße nicht ^.^

Cosplay & Convention


Getragene Cosplays:                          

2008                Saya Otonashi           Blood+
2009                Seras Victoria             Hellsing
2010                Rabi~en ~Rose          Di Gi Charat
2011                Hime                           Monster Princess
                        Kagamine Rin            Vocaloid
2012                Remilia Scarlet           Touhou Project
2013                Rabi~en ~Rose          Di Gi Charat


Besuchte Conventions:                      

2008                AnimagiC |GamesConvention |Connichi
2009                AnimagiC
2010                AnimagiC
2011                Animuc | LBM | AnimagiC | TiCon
2012                Animuc | DoKomi | AnimagiC | FBM
2013                Animuc | DoKomi | AnimagC


I n t e r v i e w

 

Wann und Warum hast du mit Cosplay angefangen?

 Im Juli 2008 habe ich mit dem Cosplay angefangen. Das war eine sehr spontane Entscheidung. Zu dieser Zeit war ich ganz verrückt nach Blood+ und dachte mir „Hey, ein Cosplay dazu wäre doch echt cool!“. Also bat ich meine Nachbarin darum, mir den Rock und die Schleife zu nähen. Noch ein Poloshirt gekauft und fertig war Saya! Dann haben Wir unsere Koffer gepackt und sind zur AnimagiC gefahren.

Was ist Cosplay für dich?

Freiheit! Freiheit, die zu sein, die ich bin. Mich nicht verstellen zu müssen, um der Gesellschaft zu gefallen. Wenn ich im Cosplay auf einer Convention bin, bin ich glücklich! Man ist unter Gleichgesinnten, die die gleiche Leidenschaft teilen: 
Anime, Manga, die japanische Kultur und natürlich Cosplay.

Sind deine Kostüme alle selbst gemacht?

Bis auf drei kleine Ausnahmen, ja. Diese Ausnahmen heißen: Saya, Seras und Rin.
Saya und Seras Victoria hat mir meine Nachbarin, eine nette ältere Dame, genäht. Kagamine Rin, gebe ich offen zu, hab ich bei HelloCosplay gekauft. Daraus habe ich auch nie ein Geheimnis gemacht. Ich kann es nicht leiden wenn Leute behaupten, Ihr gekauftes Cosplay wäre „selbst gemacht“. Alle anderen Cosplays habe ich selbst genäht. Besonders gerne nähe ich Ballkleider. Meine Waffen, wenn ich mal welche habe, fertige ich nicht selbst. Mein Onkel ist künstlerisch und handwerklich sehr begabt und ist immer so nett und macht das für mich. Er hat auch das Schwert für Saya gemacht.

Warum hast du bei dem Film mitgemacht?

Weil ich die Idee toll finde. Es ist ein Film, der die Szene objektiv so zeigt, wie sie tatsächlich ist. Es ist schön, dass sich auch Leute, die nicht zur Szene gehören, für uns Cosplayer interessieren. Es ist kein Bericht, der die Szene schlecht machen soll und uns als „seltsame Kinder, die in eine Fanatsiewelt flüchten“ oder „entlaufenen aus der Anstalt, die sich mit Fasching im Datum geirrt haben“ beschreibt, wie bei RTL und Co. Dieser Film zeigt die Anime- und Mangaszene, wie sie in Wirklichkeit ist. Wir sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich auf Conventions treffen, austauschen, Freude an Animes, Mangas und der japanischen Kultur haben, sehr tolerant und hilfsbereit sind und vor allem einfach ein gemeinsames Hobby teilen.

Cosplay 2008: Saya Otonashi/ Blood+, Fotograf:
Magoro




Cosplay 2010: Rabi~en ~Rose/ Di Gi Charat, Fotograf: Tsukikami



Cosplay 2011: Hime/ Monster Princess, Fotograf:
minamina


Cosplay 2011: Kagamine Rin/ Vocaloid, Fotograf:
VW



Cosplay 2012: Remilia Scarlet/ Touhou Project, Fotograf:
-Kanade-



Cosplay 2013: Rabi~en ~Rose/ Di Gi Charat, Fotograf: toni007

Montag, 3. Juni 2013

Nr 02 Italy_Pastaa



Charlotte/  http://media.animexx.onlinewelten.com/pics/tofu-smileys/smiley-722.gif Italy_Pastaa 
Cosplayerin.


Name:                         Charlotte
Nickname:                   Italy_Pastaa
Spitznamen:                Charly, Hoshi, Feli
Alter:                          16 Jahre

Cosplayer seit:           2010 
Cosplays zurzeit:       15


Cosplay: Österreich Historisch
(daneben Anna in Preußen Historisch) / Hetalia
Fotograf: JP Movies on Tour
















Wie ich auf Cosplay gekommen bin...

Bei mir hat alles mit "Bleach" angefangen. Weil ich die Kimonos toll fand, wollte ich unbedingt selbst auch einen haben, und hab durch Zufall gesehen, dass man sich auf eBay welche kaufen kann.
Doch, dass man das Cosplay nennt, habe ich erst ein wenig später heraus gefunden.
Seitdem ich jedenfalls wusste, was es ist, wollte ich selbst unbedingt schon immer cosplayen. 
Und das tat ich dann auch.
Nun bin ich schon seit 3 Jahren Cosplayer und finde es wirklich sehr toll.


Cosplay: Chibitalia/ Hetalia, Fotograf: Puddingkleks

  












Nähen oder kaufen?

Ich selbst kaufe meine Cosplays noch zur Zeit, fange aber auch an zu Nähen. 
Warum so viele ein Problem damit haben, dass man sich seine Cosplays kauft, ist mir rätselhaft.
Es heißt doch eigentlich nur "Kostümspiel" und man sollte doch den Charakter so gut wie möglich darstellen oder?

Also kann man sich doch auch seine Cosplays kaufen... oder nicht?
Ich finde viele sollten lockerer werden - nicht jeder kann gut nähen und weiß auch mit 12 Jahren nicht, wie er jetzt Stoff her bekommt oder was auch immer.
Also Leute: Bleibt locker, es soll doch Spaß machen ^-^

Cosplay: Nord Italien/ Hetalia, Fotograf: Italy_Tomatoo





















Cosplayer sind...
Meist wundervolle Leute, mit denen es total viel Spaß macht rumzuhängen und mit denen man viele Erinnerungen hat. Man sollte sie so akzeptieren, wie sie sind, denn alles sind normale Menschen, die auch arbeiten gehen etc. .
Ich weiß, dass es viele nicht leicht haben, wenn sie noch zur Schule gehen 
wegen Mobbing - doch da kann ich nur sagen:
Steht zu euch. Vergesst nicht, dass ihr noch andere Freunde habt 
und lernt euch selbst so zu mögen.

Es ist lustig im Cosplay in einer Stadt rumzulaufen, wo alle einen schief angucken.
Manche aber finden es auch cool und wollen Fotos haben. 
Ich selbst liebe mein Hobby und kann es nur allen empfehlen, die selbst neue Leute kennen lernen wollen und vielleicht mal im Mittelpunkt stehen wollen (ein kleiner Spaß am Rande ;D)
Cosplay: Preußen/ Hetalia, Fotograf: Puddingkleks